Blechbläser - ms-badoeynhausen.de

Blechbläser


Bläserfreizeit in Bad Fredeburg, 2006
Musikschultag XL, 2011

Schon in frühester Zeit haben die Menschen aus Muscheln, Holz oder Tierhörnern Instrumente hergestellt. Die damaligen Blasinstrumente wurden vorwiegend zur Verständigung auf große Distanz verwendet.

Im Mittelalter war dann die Trompete das "königliche Instrument". Sie wurde nur am Hofe gespielt und im Volk genossen die Trompeter ein sehr hohes Ansehen.

Die Posaune dagegen, mit ihrer Zugtechnik die wohl älteste Form verschiedene Töne zu spielen, hatte ihre Blütezeit in der Romantik, ebenso wie das Waldhorn.

Heute sind Blechblasinstrumente in einer großen Bandbreite einsetzbar, so beispielsweise in Sinfonie- und Blasorchestern, in Big Bands, Spielleute-Corps sowie auch in den Bereichen Jazz, Rock und Pop.

Bei allen Blechblasinstrumenten ist die Anspieltechnik gleich, trotzdem besitzen sie jeder für sich eine individuelle Klangcharakteristik.

Die Trompete hat einen sehr hellen, strahlenden Klang, das Horn hingegen ist etwas melanchcholisch-lyrisch, aber auch fanfarenhaft. Die Posaune widerum hat einen warmen sonoren bis kraftvoll schmetternden Klang, das Tenor- oder Baritonhorn aber einen sehr weichen und runden Ton und die Tuba erzeugt sehr tiefe und voluminöse Klänge.

An der Musikschule der Stadt Bad Oeynhausen haben die Schüler neben dem gewohnten Einzel- und Partnerunterricht  auch die Möglicheit, in der Bläserklasse unterrichtet zu werden. In diesen Klassen sind nicht nur Blech-. sondern auch Holzblasinstrumente wie Querflöte, Klarinette oder Saxophon vertreten. Weitere Informationen zur Bläserklasse bekommen Sie im Sekretariat der Musikschule.

Als Ensembles gibt es verschiedene Blechbläserbesetzungen vom Quartett bis hin zum Jugend-Blasorchester, die das ganze Jahr über viele Auftritte in Bad Oeynhausen und Umgebung gestalten.
Gundula Dreier, Lehrkraft der Musikschule

Man nehme ein Stück Schlauch, einen Trichter am einen, ein Mundstück am anderen Ende ... nein, so archaisch sind unsere Blechblasinstrumente schon lange nicht mehr. Auch wenn in den verschiedenen musikalischen Elementarstufen auf diese Art das Prinzip der Tonerzeugung dieser Instrumente erklärt und ausprobiert wird. Eine hochentwickelte Mechanik unterstützt heute die notwendige Lippentechnik des Bläsers.

Durch unterschiedliche Lippenspannung können die sogenannten Naturtöne gespielt werden. Alle anderen Töne werden durch das Drücken von Ventilen oder Klappen erzeugt, mit deren Hilfe die Länge des Luftstromes im Inneren des Instrumentes und damit die Tonhöhe verändert wird.

Die Einsetzbarkeit der Blechblasinstrumente hat sich durch die Jahrhunderte hindurch immer mehr ausgeweitet. Hat man die ersten, nur auf Naturtönen basierenden Instrumente vornehmlich als Fanfaren oder für Signale eingesetzt, so sind die heutigen Blechblasinstrumente aus nahezu keiner Musikrichtung mehr weg zu denken.Man findet sie in Sinfonie-Orchestern, Blasorchestern, Posaunenchören, Big Bands sowie in Kammermusik-Formationen und in der Pop- und Rockmusik.

Die bekannteren Blechblasinstrumente sind die Trompete, das Horn, die Posaune und die Tuba. Alle können an der Musikschule erlernt werden. Der Unterricht findet im Gruppen-, Zweier- oder Einzelunterricht statt. Es ist kein Mindestalter vorgeschrieben, die physiologische Eignung eines Kindes wird im Vorfeld mit dem Fachlehrer abgeklärt bzw. kann im Elementarkurs "Instrumentenkarussell" erprobt werden.
Martina Klusmeier, Lehrkraft der Musikschule